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being human

...means actually what?
(Foto: Volker Hackmann)
Wie mich einige Dosen Katzenfutter dazu brachten, Gemüse auf der Terrasse anzubauen.
Die Großstadt hat mein ganzes Leben lang schon eine Rolle in meiner Adresse gespielt, so richtig mitten in ihr drin wohne ich aber seit fast zehn Jahren. Damals bin ich zweifelsohne in die ideale Studentenbude gezogen. Dem geregelten Spießerleben, das ich heute zu führen versuche (so gut mich die zur einen Hälfte feierfreudige und zur anderen schwerhörige Nachbarschaft lässt), hat sie aber nicht besonders viel zu bieten: Zu klein, zu laut, kein Garten. So wurde ich schnell neidisch auf meine Kollegin, die mit Kind und Kegel gute 80 Kilometer entfernt in einem Ort mit vierstelliger Einwohnerzahl lebt.
Bei mir bedeutet “Altbau” außer hohen Decken in erster Linie, dass es unmöglich ist, irgend etwas an der Wand zu befestigen, weil einem beim kleinsten Bohrloch das Innere ebendieser in schier endlosem Strome entgegengerieselt kommt - meine Kollegin wohnt in einem herrlichen, denkmalgeschützten Bruchsteinhaus, das ihr nicht nur ein Mehrfaches an Platz bietet, sondern vermutlich auch nur einen Bruchteil an Miete kostet. Unnötig zu erwähnen, dass sie selbstverständlich einen Garten besitzt.

Tomaten kann man doch auf jedem Balkon ziehen!

Dieser Kollegin, die mit einem Gehalt vier Menschen- und mindestens drei überaus hungrige Katzenmäuler zu stopfen pflegte, brachte ich vor einiger Zeit einmal ein paar Dosen Katzenfutter von zu Hause mit, die sich zur Fütterung meiner schwarzgemäntelten, spanischen Vampirkatze als ungeeignet erwiesen hatten. Als Dankeschön bekam ich hin und wieder etwas aus dem kollegialen Obst- und Gemüsegarten, das gerade im Überfluss reifte: Einen Salatkopf, Möhren, Mangold oder selbstgemachte Marmelade. Als ich ihr meinen leisen Neid auf selbstgezogenes Obst und Gemüse gestand, reagierte meine Kollegin verwundert. Tomaten könne man doch auf jedem Balkon ziehen, sagte sie. Eigentlich fast jedes Gemüse, eventuell würden die Pflanzen nur nicht ganz so groß.
Ich, ehrlich überrascht, schlief einige Nächte darüber und tat dann das, was die Menschen eigentlich nur früher gemacht haben, als es noch kein Internet gab: Ich kaufte ein Buch. Dann, nach reiflicher Überlegung, entschloss ich mich, meiner immerhin großen Nordterrasse eine Chance zu geben.
Letztes Jahr im Frühling kaufte ich diverse Küchenkräuter und Walderdbeeren im Topf, außerdem ein Tütchen Tomatensamen und einen Sack Anzuchterde - und zog auf meiner Südfensterbank zu meinem eigenen Erstaunen zehn Tomatenpflanzen groß, die im Mai auf die Terrasse auswanderten. Als ich meiner Kollegin, die mir bei allem mit Rat und Tat zur Seite stand, von meinem Erfolg und vor allem der Freude, die ich daran hatte, berichtete, brachte sie mir noch zwei Zucchinipflanzen mit, die sich auf ihrem Kompost selbst gesät hatten. Auf diese Weise ermutigt, erwarb ich außerdem eine Saatplatte mit Pflücksalat und ein Tütchen mit Landgurkensamen.

Die Aufzucht der Tomaten war mühselig.

Ich will keinen Hehl daraus machen: Die Aufzucht der Tomaten war mühselig. Bis sie von den Anzuchttöpfen in ihren letztendlichen Behausungen mit einem Durchmesser von ca. 25 Zentimetern gelandet waren, mussten die zehn Pflanzen dreimal umgetopft werden. Sie mussten hochgebunden werden. Draußen musste ich dafür sorgen, dass sie zwar sonnig, aber regengeschützt standen und am Besten auch immer wieder mal Wind abbekamen, um die Bestäubung zu erleichtern. Von zu viel Sonne bekamen sie Sonnenbrand, bei zu viel Feuchtigkeit drohte Tomatenfäule. Alle naselang mussten Achseltriebe ausgegeizt werden. Noch während die ersten Früchte reiften, beschloss ich, dass ein paar selbst gezogene Tomaten diese Mühe nicht wert waren.

Das waren die besten Tomaten, die ich je gegessen hatte!

Die erste Ernte änderte alles - und hat meine Geschmacksvorstellung einer Tomate neu definiert. Das waren die besten Tomaten, die ich je gegessen hatte! Beim Probieren der ersten Gurke hatte ich sogar das Gefühl, erst in diesem Moment zu begreifen, wie eine Gurke wirklich schmeckt. Und im Gegensatz zu den Tomaten waren diese bloß draußen in Töpfe gesät und mit einem Spalier als Rankhilfe bestückt worden. Schlagartig war klar, dass ich Wiederholungstäter werden würde.
Neugierig versuchte ich mein Glück noch mit verschiedenen Kernen, die eigentlich Küchenabfälle waren. So bereicherte ich meine Zimmerpflanzensammlung um eine Dattelpalme und fünf Zitruspflanzen, auf der Terrasse wiegen sich nun mindestens zehn Mispeln im Wind.
Und, siehe da: Dieses Jahr habe ich mich weiter vom Größenwahn leiten lassen. Neben Lavendel und Walderdbeeren, den Überlebenden aus dem Vorjahr, und sechs Tomatenpflanzen (von den ursprünglichen neun sind zwei leider eingegangen, eine ging als Dankeschön an die Pflegehilfe während meines Urlaubs drauf) gibt es erneut Pflücksalat, Zucchini und Gurken, außerdem habe ich Rote Bete im Balkonkasten und Brokkoli und Kürbis in Töpfen gesät - letzteren in ziemlich großen.
Zwischenergebnis: Siehe oben.
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(Foto: Volker Hackmann)

Wie mich einige Dosen Katzenfutter dazu brachten, Gemüse auf der Terrasse anzubauen.

Die Großstadt hat mein ganzes Leben lang schon eine Rolle in meiner Adresse gespielt, so richtig mitten in ihr drin wohne ich aber seit fast zehn Jahren. Damals bin ich zweifelsohne in die ideale Studentenbude gezogen. Dem geregelten Spießerleben, das ich heute zu führen versuche (so gut mich die zur einen Hälfte feierfreudige und zur anderen schwerhörige Nachbarschaft lässt), hat sie aber nicht besonders viel zu bieten: Zu klein, zu laut, kein Garten. So wurde ich schnell neidisch auf meine Kollegin, die mit Kind und Kegel gute 80 Kilometer entfernt in einem Ort mit vierstelliger Einwohnerzahl lebt.

Bei mir bedeutet “Altbau” außer hohen Decken in erster Linie, dass es unmöglich ist, irgend etwas an der Wand zu befestigen, weil einem beim kleinsten Bohrloch das Innere ebendieser in schier endlosem Strome entgegengerieselt kommt - meine Kollegin wohnt in einem herrlichen, denkmalgeschützten Bruchsteinhaus, das ihr nicht nur ein Mehrfaches an Platz bietet, sondern vermutlich auch nur einen Bruchteil an Miete kostet. Unnötig zu erwähnen, dass sie selbstverständlich einen Garten besitzt.

Tomaten kann man doch auf jedem Balkon ziehen!

Dieser Kollegin, die mit einem Gehalt vier Menschen- und mindestens drei überaus hungrige Katzenmäuler zu stopfen pflegte, brachte ich vor einiger Zeit einmal ein paar Dosen Katzenfutter von zu Hause mit, die sich zur Fütterung meiner schwarzgemäntelten, spanischen Vampirkatze als ungeeignet erwiesen hatten. Als Dankeschön bekam ich hin und wieder etwas aus dem kollegialen Obst- und Gemüsegarten, das gerade im Überfluss reifte: Einen Salatkopf, Möhren, Mangold oder selbstgemachte Marmelade. Als ich ihr meinen leisen Neid auf selbstgezogenes Obst und Gemüse gestand, reagierte meine Kollegin verwundert. Tomaten könne man doch auf jedem Balkon ziehen, sagte sie. Eigentlich fast jedes Gemüse, eventuell würden die Pflanzen nur nicht ganz so groß.

Ich, ehrlich überrascht, schlief einige Nächte darüber und tat dann das, was die Menschen eigentlich nur früher gemacht haben, als es noch kein Internet gab: Ich kaufte ein Buch. Dann, nach reiflicher Überlegung, entschloss ich mich, meiner immerhin großen Nordterrasse eine Chance zu geben.

Letztes Jahr im Frühling kaufte ich diverse Küchenkräuter und Walderdbeeren im Topf, außerdem ein Tütchen Tomatensamen und einen Sack Anzuchterde - und zog auf meiner Südfensterbank zu meinem eigenen Erstaunen zehn Tomatenpflanzen groß, die im Mai auf die Terrasse auswanderten. Als ich meiner Kollegin, die mir bei allem mit Rat und Tat zur Seite stand, von meinem Erfolg und vor allem der Freude, die ich daran hatte, berichtete, brachte sie mir noch zwei Zucchinipflanzen mit, die sich auf ihrem Kompost selbst gesät hatten. Auf diese Weise ermutigt, erwarb ich außerdem eine Saatplatte mit Pflücksalat und ein Tütchen mit Landgurkensamen.

Die Aufzucht der Tomaten war mühselig.

Ich will keinen Hehl daraus machen: Die Aufzucht der Tomaten war mühselig. Bis sie von den Anzuchttöpfen in ihren letztendlichen Behausungen mit einem Durchmesser von ca. 25 Zentimetern gelandet waren, mussten die zehn Pflanzen dreimal umgetopft werden. Sie mussten hochgebunden werden. Draußen musste ich dafür sorgen, dass sie zwar sonnig, aber regengeschützt standen und am Besten auch immer wieder mal Wind abbekamen, um die Bestäubung zu erleichtern. Von zu viel Sonne bekamen sie Sonnenbrand, bei zu viel Feuchtigkeit drohte Tomatenfäule. Alle naselang mussten Achseltriebe ausgegeizt werden. Noch während die ersten Früchte reiften, beschloss ich, dass ein paar selbst gezogene Tomaten diese Mühe nicht wert waren.

Das waren die besten Tomaten, die ich je gegessen hatte!

Die erste Ernte änderte alles - und hat meine Geschmacksvorstellung einer Tomate neu definiert. Das waren die besten Tomaten, die ich je gegessen hatte! Beim Probieren der ersten Gurke hatte ich sogar das Gefühl, erst in diesem Moment zu begreifen, wie eine Gurke wirklich schmeckt. Und im Gegensatz zu den Tomaten waren diese bloß draußen in Töpfe gesät und mit einem Spalier als Rankhilfe bestückt worden. Schlagartig war klar, dass ich Wiederholungstäter werden würde.

Neugierig versuchte ich mein Glück noch mit verschiedenen Kernen, die eigentlich Küchenabfälle waren. So bereicherte ich meine Zimmerpflanzensammlung um eine Dattelpalme und fünf Zitruspflanzen, auf der Terrasse wiegen sich nun mindestens zehn Mispeln im Wind.

Und, siehe da: Dieses Jahr habe ich mich weiter vom Größenwahn leiten lassen. Neben Lavendel und Walderdbeeren, den Überlebenden aus dem Vorjahr, und sechs Tomatenpflanzen (von den ursprünglichen neun sind zwei leider eingegangen, eine ging als Dankeschön an die Pflegehilfe während meines Urlaubs drauf) gibt es erneut Pflücksalat, Zucchini und Gurken, außerdem habe ich Rote Bete im Balkonkasten und Brokkoli und Kürbis in Töpfen gesät - letzteren in ziemlich großen.

Zwischenergebnis: Siehe oben.

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  • Vor 2 Tagen
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Yancey - Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo.

CoverDer 12jährige William James Henry befindet sich immer noch im Dienste  von Pellinore Warthrop, der sich das Studium von Monstern aller Art zur Aufgabe gemacht hat. Eines Abends taucht dessen ehemalige Verlobte auf und bittet ihn um Hilfe: Sein einst bester Freund John Chanler, nun ihr Ehemann und ebenfalls Monstrumologe, ist auf einer Expedition in die Tiefen Nordamerikas mit dem Ziel, den sagenhaften Wendigo aufzuspüren, verschollen. Warthrop lehnt ab: Ein Wendigo existiere nicht und Chanler sei mit Sicherheit bereits tot.
Dann jedoch trifft ein anonymer Brief eines anderen Monstrumologen ein, der ihm mitteilt, dass genau dieses Wesen vom Verband der Monstrumologen ins Lexikon der offiziell existierenden Monster aufgenommen werden soll. Warthrop sieht die Seriosität seiner gesamten Zunft in Gefahr und bricht entgegen seiner Ankündigung gemeinsam mit Will Henry auf, um die Nicht-Existenz des Wendigo zu beweisen - und nebenbei das Leben Chanlers zu retten. Eine wird eine Reise, die beide mehrfach an die Grenzen ihrer Kraft bringen soll - und ihres Verstandes…
Die Fortsetzung des Monstrumologen steht seinem Vorgänger in nichts nach. Ganz im Gegenteil geht sie über ein simples zweites Abenteuer hinaus, indem etwas mehr Licht auf die Persönlichkeit Warthrops und seine Beziehung zu Will Henry geworfen wird. In vielen Bereichen fühlt man sich an Sherlock Holmes erinnert: Bei beiden handelt es sich um geniale Hauptfiguren, deren Abenteuer von ihrem treuen Assistenten aufgezeichnet werden - doch wo Holmes narzisstische Züge aufweist, erkennt man bei Warthrop nur Selbsthass, eingeschlossen in einer kühlen Mauer aus Distanz. Wo Watson diese Distanz stets wahrt, wagt Will Henry in seiner kindlichen Naivität immer wieder Annäherungsversuche, die je nach Verfassung des Monstrumologen mehr oder weniger Erfolg haben. Wo Holmes und Watson schlicht geniale Ermittler bleiben, werden Warthrop und Will Henry zu tragischen Figuren.
Auch die Tagebuchform und der detailfreudige Sprachstil der gehobenen Bildungsschicht um die Wende ins 20. Jahrhundert lassen immer wieder an Dr. Watson denken. Jedoch: Wo in den Sherlock Holmes-Romanen grausige Vorfälle nur angedeutet werden, weidet Yancey jedes noch so kleine Detail genüsslich aus. Er hat keine Gnade mit seinem kindlichen Erzähler und schickt ihn, wie schon im ersten Teil, von einem grauenhaften Szenario zum nächsten, das auch Hartgesottene schlucken lässt.
Die Monstrumologe-Bände sind das Richtige für Fans von intelligentem Horror, die Freude an einem gehobenen Erzählstil und expressionistischen Metaphern haben. Kaufen Sie den Monstrumologen - und halten Sie Ihr Fremdwörterlexikon bereit!

5/5 Besteckkästen!

Bring mich direkt zum Buch!

Bislang sind zwei Bände des Monstrumologen in deutscher Sprache erschienen, “Der Monstrumologe und die Insel des Blutes” ist für Januar 2013 angekündigt. “Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo” ist für den L.A. Times Book Prize nominiert.

Hier geht es zur Homepage von Rick Yancey, hier zur englischsprachigen Website zum Monstrumologen-Universum.

    • #fantasy
    • #horror
    • #lesen
  • Vor 1 Woche
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Landy - Skulduggery Pleasant. Der Gentleman mit der Feuerhand.

CoverDas Testament von Stephanies Onkel Gordon überrascht die ganze Familie: Ausgerechnet Stephanie soll sein Haus erben! Als sie kurz darauf alleine dort übernachtet, wird sie angegriffen. Zur Hilfe eilt ihr Skulduggery Pleasant, ein stets eigentümlich vermummter Freund ihres Onkels, der sich im Verlaufe des Abends als lebendes Skelett und Elementezauberer entpuppt. Stephanie erfährt außerdem, dass es sich bei der Zauberei um eine von ihrem chaotischen Vater verdrängte Familientradition handelt, und beginnt, die auch in ihr schlummernde Fähigkeit zu entdecken. Kurzerhand beschließt sie, das fortzuführen, was Gordon begonnen hat: Gemeinsam mit Skulduggery Pleasant dem bösen Zauberer Serpentine in die Suppe zu spucken - denn dieser trachtet nach dem schwarzen Zepter, um die Welt mit Horden von den sogenannten Gesichtslosen zu überschwemmen.
Man merkt, dass die ersten Werke Derek Landys Drehbücher waren. Skulduggery Pleasant hat nicht nur Tempo, sondern auch jede Menge witzige Dialoge, ohne dabei ins Lächerliche abzugleiten. Stephanie ist ein für ihr Alter eine spur zu cleveres, selbstbewusstes Mädchen, was dem abenteuerlichen Lesespaß aber keinen Abbruch tut.
Die Fans scheinen es ähnlich zu sehen: In Deutschland ist die Reihe mittlerweile beim fünften Band angelangt, Teil 6 wurde vom Verlag für Oktober 2012 angekündigt. Das englischsprachige Original wurde vom Autor auf neun Bände angelegt, von denen bisher sechs erschienen sind. Teil 7 soll voraussichtlich im August veröffentlicht werden.
Für wen Bartimäus zu wenig Action und ein paar Seiten zu viel hatte, für den ist Skulduggery Pleasant genau das Richtige! Empfohlen ab 12 Jahren.

5/5 Bentleys!

Bring mich direkt zum Buch!

Und hier geht es zur Microsite und für stets aktuellste Neuigkeiten zum Facebook-Auftritt von Skulduggery Pleasant.

    • #fantasy
    • #jugendbuch
    • #lesen
  • Vor 2 Wochen
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Blau - Wie Himmel, Meer und Liebe.

CoverMit gebrochenem Herzen kehrt Mimi nach Jahren aus Tokyo auf die paradiesische Insel zurück, auf der sie aufgewachsen ist. Von ihrer alten Clique, bestehend aus Sumire, Hikari und Yosuke, wird sie herzlich empfangen. Hikari beginnt jedoch schnell, um Mimis Gunst zu buhlen - und reagiert überaus eifersüchtig auf jede freundschaftliche Annäherung durch Yosuke. Beide ahnen nicht, dass die zerbrochene Liebe, vor der Mimi geflohen ist, eine deutlich komplexere Angelegenheit darstellt als vermutet - und, als wäre das Leben nicht schon kompliziert genug, droht diese Mimi wieder einzuholen…
“Blau - Wie Himmel, Meer & Liebe” ist eine rührende und leicht melancholische Liebesgeschichte, die ihren besonderen Reiz durch das sommerlich-maritime Setting erhält. Da kommen Sehnsucht und Fernweh auf!

Für schmachtfreudige Mädchen ab 13 Jahren.

3/5 blaue Katzen!

Bring mich direkt zum Manga (mit Leseprobe)!

Die Folgebände sind für Mai und Juli diesen Jahres angekündigt, bislang sind insgesamt sieben Bände geplant. Weitere romantische Titel von Kozue Chiba sind ebenfalls bei Tokyopop erhältlich:

  • Dich zu lieben - einfach magisch! (Einzelband) 
  • Ich wünschte, ich könnte fliegen…
  • Liebesbrief mit links (erscheint voraussichtlich im August)
  • Nachts auf dem Schulhof (Einzelband)
    • #manga
    • #romance
    • #lesen
  • Vor 1 Monat
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Nura - Herr der Yokai.

CoverRikuos Großvater ist der General eines Yokai-Clans, dessen einziges Ziel es ist, den Menschen Angst und Schrecken zu bereiten. Er hofft, dass sein Enkel ihn eines Tages beerben wird. Dem jedoch, in dessen Adern nur zu einem Viertel Yokai-Blut fließt, gefällt es in der Menschenwelt. Er geht gern zur Schule und gibt sich alle Mühe, nicht aufzufallen und sich wie ein ganz normaler Mensch zu verhalten. Aus diesem Grund leugnet er vor den anderen die Existenz der Yokai, mit denen er im Alltag zusammen lebt. Als seine Klassenkameraden bei einem Erdrutsch in Gefahr geraten, eilt ihnen Rikuo instinktiv in Yokai-Gestalt zu Hilfe, verliert aber unmittelbar danach die Erinnerung an seine kurzzeitige Verwandlung. Zu dumm, dass sein Mitschüler Kiyotsugu ihn nun in ein Geisterjäger-Team beruft, mit dessen Hilfe er seinen dunklen Retter, Rikuos Yokai-Ich, ausfindig machen will. Von nun an hat jener nämlich alle Hände voll damit zu tun, sämtliche Yokai-Spuren zu tilgen, bevor die Geisterjäger sie entdecken können. Gar nicht so einfach, wenn sie beschlossen haben, ausgerechnet in Rikuos bis unters Dach mit Yokai vollgestopfem Haus zu tagen…
“Nura - Herr der Yokai” ist eine fantastische Geschichte, die zwischendurch, aber eher selten, ganz schön gruselig werden kann. Meistens jedoch mutet sie durch die Marotten der einzelnen Yokai und Rikuos verzweifelte Bemühungen, ihre Existenz vor seinen Freunden zu verbergen, eher komisch an. Man merkt, dass Hiroshi Shiibashi nicht nur Freude an Details, sondern vor allem an der Darstellung von Mimik hat.
Ein fantastisches und komisches Manga-Lesevergnügen, das die alten japanischen Legenden in den gegenwärtigen Alltag überträgt. Geeignet für Teenager, die mit Grusel umgehen können.

4/5 sakegetränkte Federn!

Bring mich direkt zum Manga!

“Nura - Herr der Yokai” ist eine der ersten fünf Manga-Reihen, die das Schweizer Label Kazé Manga auf dem deutschsprachigen Markt veröffentlicht. Zusätzlich sind im März die folgenden vier Reihen gestartet: Blue Exorcist und Toriko im Bereich Action und Akuma to Love Song und Midnight Secretary im Bereich Romance. Wer erst mal unverbindlich reinschnuppern will, findet bei vielen Händlern kostenlose Leseproben. Außerdem werden Teile von Blue Exorcist und Akuma to Love Song in Sonderheften im Rahmen des Gratis Comic Tags 2012 veröffentlicht werden.
Nicht verpassen!

    • #fantasy
    • #manga
    • #lesen
  • Vor 1 Monat
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Watson - Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

CoverAls Christine aufwacht, hat sie keine Ahnung, wo sie sich befindet. Auch der neben ihr liegende Mann ist ihr unbekannt. Als sie ihr Spiegelbild sieht, erschrickt sie: Sie ist gut 20 Jahre älter, als sie glaubte zu sein. In ihrem Kleiderschrank findet sie schließlich ein in ihrer Handschrift geschriebenes Tagebuch und findet heraus, dass sie offenbar nicht nur unter Amnesie leidet, sondern auch stark daran zweifeln muss, wem sie eigentlich noch trauen kann…
Was anfangs wie eine dramatische Geschichte um die Folgen eines Unfalls anmutet, entwickelt sich schnell zum Thriller: “Ich. Darf. Nicht. Schlafen.” ist Spannung pur und hat mir, ganz dem Titel angemessen, einige schlafarme Nächte und zwischendurch auch das Gefühl leisen Grauens bereitet. Da sieht man die über die wenigen logischen Schwächen, die die Geschichte aufweist, gerne hinweg.
Ohne Mühe gelingt es der Sprecherin Andrea Sawatzki, sowohl die immer wiederkehrende Verzweiflung als auch die Entschlossenheit der Hauptfigur zu transportieren und Zerbrechlichkeit und Stärke stimmlich zu vereinen.
Das Buch wurde in Großbritannien zum Bestseller, die Filmrechte hat sich kein Geringerer als Ridley Scott gesichert. “Ich. Darf. Nicht. Schlafen.” hat auch in Deutschland viele Leser (und Hörer) verdient. Mein aktueller Thriller-Tipp!

5/5 Metallschatullen!

Bring mich direkt zum Hörbuch (natürlich mit Hörprobe)!

Ich möchte lieber selbst lesen.

Für nicht ganz so eilige Sparfüchse: Für den 23. Mai hat der Verlag eine günstigere Urlaubsedition des Hörbuchs angekündigt.


    • #hörbuch
    • #thriller
  • Vor 2 Monaten
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Stiche.

CoverIn Davids Familie wird in den 1950ern nicht viel gesprochen. Jeder hat sein eigenes Ventil, um mit seinen Problemen fertig zu werden: Sein als Radiologe tätiger Vater bearbeitet den Sandsack im Keller, seine Mutter knallt Türen, sein Bruder Ted trommelt - und David wird krank. Sein Vater röntgt ihn regelmäßig, um seine Stirnhöhlen zu behandeln. Als David 14 ist, stellt man eine Wucherung an ihm fest, die operabel entfernt werden soll. Nach erfolgter Operation erwacht er mit einer riesigen Narbe am Hals und einer Stimmlippe weniger. Dass es sich um lebensgefährlichen Kehlkopfkrebs handelte, erfährt der Junge erst einige Zeit später durch Zufall…
In “Stiche” schildert David Small die Zeit seiner schwierigen Jugend in beeindruckenden Bildern. Die Mitglieder seine Familie werden so lebendig dargestellt, dass die Fotos am Ende des Buchs gar nicht nötig gewesen wären, um seinen Erinnerungen Authentizität zu verleihen. Während die Passagen aus Smalls früherer Kindheit einen zwischendurch noch zum Schmunzeln bringen, wird die Geschichte umso berührender und trauriger, je weiter sie fortschreitet. Trotzdem lässt sie einen nicht mit einem Gefühl der Beklommenheit zurück, sondern vielmehr mit einer aufrichtigen Bewunderung für den Autor, der trotz extrem schwieriger Familienverhältnisse seinen Weg gefunden hat - und nicht zuletzt auch dafür, dass seine Erinnerungen so gar nicht von Groll, sondern vielmehr von Mitgefühl geprägt zu sein scheinen.
Während David Small in den USA seit den 1980er Jahren sowohl als Autor als auch als Illustrator diverse Veröffentlichungen im Bereich Kinderbuch vorweisen kann, ist “Stiche” das erste Buch, das den deutschen Markt erobert - und es hat viele Leser verdient.

5/5 ferngesteuerte Autos!

Bring mich direkt zum Buch!

Mehr über David Smalls Veröffentlichungen gibt es auf seiner Website.

    • #autobiografie
    • #graphic novel
    • #lesen
  • Vor 2 Monaten
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CoverSherlock Holmes wird von einem Mann um Hilfe gebeten, der sich von einer ominösen Person mit einer auffälligen Schiebermütze verfolgt sieht. Um dem Verdächtigen auf die Spur zu kommen, bittet Holmes die Straßenjungen um Hilfe. Er ahnt nicht, dass er so nicht nur dem Verfolger auf die Schliche kommen, sondern vielmehr noch ein ungleich größeres, grauenhaftes Verbrechen aufdecken wird, indem er sein Leben Gefahr bringt…
Der bislang für seine Jugendbücher bekannte Anthony Horowitz schreibt aus der Sicht Watsons, als sei er die leibhaftige Inkarnation Arthur Conan Doyles: Seine Hommage gelingt. Am Liebsten möchte man glauben, es handelte sich tatsächlich um ein 100 Jahre altes Manuskript, das erst jetzt wieder zutage gefördert wurde.
Johannes Steck, in der deutschen Tonspur des obigen Buchtrailers zu hören, bringt die Geschichte mit seiner rauen, warmen Stimme unaufgeregt, aber dennoch fesselnd zum Leben - ganz eines Dr. John H. Watsons würdig.

Ein Traum für jeden Anhänger des klassischen Detektivromans.

4/5 Stradivaris!

Bring mich direkt zum Hörbuch!

Ich möchte lieber selbst lesen.

…und hier geht’s für echte Fans zur interaktiven Facebookseite.

    • #hörbuch
    • #krimi
  • Vor 2 Monaten
  • 2
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Omni-Visibilis.

CoverHervé Boileau ist ein mäßig sympathischer Büroangestellter mit einem ausgeprägten Hygienefimmel, der über Nacht ungewollt zum Star wird. Mit einem Mal teilt er seine Wahrnehmung mit der ganzen Welt: Jeder kann sehen, was er sieht, hören, was er hört, und fühlen, was er fühlt. Wildfremde erkennen ihn auf der Straße, fühlen sich von ihm belästigt oder wollen durch ihn Nachrichten übermitteln. Auch das Militär und die Politik sind interessiert und schnell fühlt sich Hervé immer weniger wie ein Individuum, sondern wie ein instrumentalisiertes Medium. Nun zeigt sich, wem Hervé wirklich trauen kann…
Sowohl der interessante Plot als auch die Tatsache, dass hier kein geringerer als Lewis Trondheim mit Matthieu Bonhomme zusammen gearbeitet hat, lassen Großes erwarten. Zeichnerisch lässt die zweifarbige Graphic Novel im typisch frankobelgischen Stil auch nichts zu wünschen übrig, inhaltlich hätte man aber deutlich mehr daraus machen können. In hohem Tempo rauscht die Geschichte an einem vorbei, mitgerissen wird man leider kaum. Ein bisschen fühlt man sich wie bei einer durchschnittlichen Hollywood-Produktion: Hochkarätig besetzt, eine grundsätzlich gute Story und technisch einwandfrei umgesetzt - und dann wartet man 90 Minuten lang darauf, dass endlich etwas passiert, was den Funken überspringen lässt. Letztendlich hofft man wenigstens auf einen originellen Abschluss, wird aber leider auch hier mit Standards enttäuscht.
Dafür bekommt man für seine 20 Euro allerdings solides Buchhandwerk geboten: Das Hardcover aus dem Hause Salleck erinnert optisch stark an die Noir-Reihe bei Schreiber & Leser und punktet bei nicht allzu Lichtempfindlichen mit Vorsatzpapier in Neon-Orange.
Interessierte sollten beim Comichändler ihres Vertrauens einfach mal reinschauen.

Die Illustrationen reißen’s raus: 3/5 Croque-Monsieur.

Zeig mal her!


    • #comic
    • #graphic novel
    • #lesen
  • Vor 2 Monaten
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Das Star Wars Kochbuch.

CoverJa, Sie haben richtig gelesen.
Um es gleich vorwegzunehmen: Erfahrene Köche oder Feinschmecker auf der Suche nach exotischen Genüssen werden hier eher nicht auf ihre Kosten kommen. Die “galaktischen” Rezepte im Star Wars-Kochbuch sind eher Standardrezepte, die interessant in Szene gesetzt werden. So lässt sich ein Dip mithilfe einer heraustrennbaren Schablone am Ende des Buchs optisch in Darth Maul verwandeln, oder eine mit gehackten Erdnüssen panierte Banane wird mit zwei an den Seiten befestigten Kit Kat-Riegeln und einer Prise Fantasie zu R2-D2.

Das wahre Vergnügen dieses Kochbuchs besteht zum Einen in so fantastischen Rezeptnamen wie “Dunkle Salsa der Macht”, “Boba Fett-uccini” und “Wookiee Cookies”, die das Herz eines jeden Kalauer-Fans höher schlagen lassen, zum Anderen aber in den Rezeptfotos. Denn diese halten den kritischen Leser erfolgreich davon ab, den Machern dieses Buchs zu unterstellen, es handele sich lediglich um Allerweltsrezepte mit abgeänderten Namen: Mithilfe von Star Wars-Actionfiguren wurden die Gerichte grandios in Szene gesetzt. Da trägt Obi-Wan einen erbitterten Kampf mit einem Kebab-Spieß aus, Jabba hat es sich auf einem riesigen Waldmeister-Wackelpudding bequem gemacht und Han Solo garniert seinen Burger stilecht mit einem Ketchup-Blaster.
Für den erfolgreichen Koch, in dem die Macht stark war, gibt es schließlich noch Etikettenvorlagen mit Beschriftungen wie “Gutes Essen! Ich selbst gekocht!” oder “Koste die dunkle Seite.”, neben gängigen “Futterfakten” wie Inhalt, Schöpfer und Datum lässt sich außerdem noch ein Machtfaktor eintragen.


Fazit: Dinge, die die Welt nicht braucht - aber ein echter Star Wars-Fan schon! Schöne Geschenkidee für galaktische Kochanfänger oder Star Wars-Fans, die wirklich alles haben müssen. Oder für verzweifelte Eltern, die ihrem Sohn eine Star Wars-Geburtstagsparty versprochen haben und jetzt nicht wissen, wie sie den Gästen einen original Yoda Soda zubereiten. Dieses Buch ist die Lösung all Ihrer Probleme, glauben Sie mir!
…wenn Sie schon dabei sind: Am 14. Mai soll das Star Wars-Bastelbuch in Neuauflage erscheinen. Für die passende Deko. Und nun können Sie passieren.


Ich muss sofort mein Star Wars-Universum komplettieren! Oder mir zumindest die Leseprobe anschauen.

    • #kochbuch
    • #lesen
    • #science-fiction
    • #star wars
  • Vor 3 Monaten
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